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Samstag, Februar 20, 2016

Nicole C. Vosseler - Mariposa

© cbj

Verlag:           cbj
Fomat:           Hardcover, EBook
Umfang:        448 Seiten
Erschienen: 30. März 2015

Inhalt:
Jake ist auf die schiefe Bahn geraten und muss seinen Community Service in Mariposa antreten, einem gottverlassenen Ort am Rande des Yosemite-Parks in Kalifornien. Dort trifft er auf Nessa, ein sonderbares Mädchen mit roten Haaren, weißer Haut und dunklen Augen. Sie lebt mit ihrer Familie zurückgezogen im Wald, und obwohl sich Jake über sie lustig macht, bekommt er sie nicht mehr aus dem Kopf. Ganz offensichtlich erwidert sie seine Gefühle, doch ihre Familie und die ganze Kommune, der sie angehört, sind strikt dagegen, dass die beiden sich treffen. Denn Nessa ist tatsächlich nicht ganz von dieser Welt …
(Randomhouse.de)

Meine Meinung:
Bereits zum 2. Mal entführte mich Nicole C. Vosseler mit einem ihrer Jugendbücher. Hat jedoch , In dieser ganz besonderen Nacht" mich noch von der ersten Seite an gefesselt und begeistert, so ist "Mariposa" keine grenzenlose Liebe.

Die Geschichte besticht durchein schöne Idee und ein großartiges Setting. Auch die Figuren sind durchaus gut gelungen. Wenn ich mir manchmal auch noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, aber für einen Roman auf dem Kinder- und Jugendbuch-Sektor war das gut. Doch der Handlungsstrang verlief ziemlich holprig. Die Spannung war über große Strecken kaum bis gar nicht vorhanden. Ich musste mich regelrecht dazu zwingen weiter zu lesen. Das ist sehr schade.

Die beiden Hauptfiguren des Buches sind Jake und Nessa: Jake kommt eigentlich aus L.A. und wird vom Gericht zu einigen Monaten Strafdienst in Mariposa verdonnert. Dort läuft er der geheimnisvollen Nessa über den Weg. Nessa ist sehr zurück haltent, da sie zu den Butterfly People gehört. Diese Menschen halten sich von den normalen Menschen fern. Die Menschen von Mariposa halten sie für eine Art Sekte, doch die Wahrheit ist noch viel tragischer. Das sich die Butterfly People von den anderen Menschen fernhalten, ist für sie faktisch überlebenswichtig. Doch Jake und Nessa fällt das Fernhalten immer schwerer. 

Jake ist von den Beiden noch die gelungenste Figur. Man lernt ihn und seinen Schmerz, ebenso wie seine Wut ganz gut kennen. Doch Nessa ist nicht nur ein blassen Mädchen, sondern die ganze Figur bleibt im Schatten. Zwar lernt der Leser etwas von ihrer Figur kennen, doch das wirkt wie eine Erzählung und nicht wie ein Mensch. Also ob da die ganze Zeit etwas zurück gehalten wird.

Am gelungensten finde ich bei den Butterfly People Hayden gelungen. Obwohl er nur eine Nebenfigur ist, sind seine Facetten immer noch am realistischsten geworden. Seine Figur ist deutlich greif- und begreifbarer als Nessa. 

Was aber auch an diesem Buch wieder toll ist, ist das offene Ende. Das die Autorin dem Leser überlässt wie es enden oder auch halt nicht enden könnte. Es gibt sowas wie ein Ende - ob man es nun als Happy End bezeichnen will oder nicht, das muss jeder für sich entscheiden. Doch am Ende kann man seiner Fantasy jeden Raum lassen, den man will. 

Fazit: Eine gute Idee und eine schönes Setting reicht nicht immer. Den blasse Charaktere und ein kaum vorhandener Spannungsbogen, können einem ganz schön die Leselust verderben. Daher bekommt das Buch von mir auch nur 2 von 5 Punkten.




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