Google+ Schnuffelchens Bücher und Co: [Blogtour] 2. Tag - Der tiefe Fall der Cecelia Price

Samstag, Juli 25, 2015

[Blogtour] 2. Tag - Der tiefe Fall der Cecelia Price


Hallo liebe Leser und Willkommen zu unserer Blogtour zu 




heute ist bereits der 2. Tag unserer Tour angebrochen und nachdem euch Nicole gestern die Protagonsiten vorgestellt hat, werde ich euch heute etwas über Medikamenten-Missbrauch erzählen. 

Medikamentenabhängikeit ist bei uns ein ziemlich todgeschwiegenes Thema oder habt ihr gewusst, das allein in Deutschland so viele Menschen von Medikamenten wie von Alkohol abhängigt sind? Genau - aktuell sind laut Bundesärztekammer 1,4 bis 1,9 Mio Menschen in Deutschland von ihren kleinen Helferlein abhängig. Und damit sind sie in "guter Gesellschaft" den schon Elvis, Elisabeth Taylor und Enimen waren Tablettenabhängig. 90 % dieser Mittel Schmerzmittel und Beruhigungsmittel. Mit diesen mache ich euch heute etwas Bekannter:

Eine besonders große Gruppe von abhängig machenden Medis sind sogenannte Benzodiazepine:
Das sind bicyclische, das heißt aus zwei ringförmigen Grundkörpern bestehende, organische Verbindungen. Einige Vertreter der Gruppe finden in der Medizin Verwendung als angstlösende, zentral muskelrelaxierende, sedierend und hypnotisch (schlaffördernd) wirkende Arzneistoffe, sogenannte Tranquilizer. Manche Benzodiazepine zeigen auch antikonvulsive Eigenschaften und dienen als Antiepileptika. Alle Benzodiazepine binden an GABA-Rezeptoren, den wichtigsten inhibitorischen Rezeptoren im Zentralnervensystem. Benzodiazepine haben ein hohes Abhängigkeitspotential. (Quelle:Wikipedia) 
Euch sagen die Namen Valium und Diazepan vermutlich mehr. Gerade ersteres ist ziemlich in Verruf geraten, da es in den 80er wie Bonbons von den Ärzten in den USA und auch Deutschland verschrieben wurde und auch bei uns sehr beliebt war. Selbst in Deutschland ist laut einer Studie jedem 3. Patienten damals ein Mittel aus der Benzo-Familie verschieben worden. Was natürlich die hohe Zahl an Abhängigen auch wiederspiegelt. 

die 2. Gruppe sind Schmerzmittel: z.B. Opioide, von welchen ja auch hier im Buch die Rede ist - Oxycodon. 

Natürlich hab ich auch eine Begriffserklärung zum Thema Opioide - 
„dem Opium ähnlich“) ist ein Sammelbegriff für eine chemisch heterogene (uneinheitliche) Gruppe natürlicher und synthetischer Substanzen, die morphinartige Eigenschaften aufweisen und an Opioidrezeptoren wirksam sind. Der Begriff Opiat bezeichnet hingegen nur die natürlicherweise im Opium vorkommenden Stoffe mit dieser Wirkung, die chemisch Alkaloide darstellen und aus dem Schlafmohn (Papaver somniferum) gewonnen werden.
Man unterscheidet körpereigene (endogene) Opioide, die eine Rolle bei der Schmerzunterdrückung im Rahmen der Stressreaktion spielen, von therapeutisch oder missbräuchlich zugeführten (exogenen) Opioiden.
Das Wirkspektrum von Opioiden ist komplex und sehr unterschiedlich. Die wichtigste Wirkung ist eine starke Schmerzlinderung (Analgesie), was Opioide zu unverzichtbaren und vielgenutzten Arzneimitteln in der Schmerztherapie, Anästhesie und anderen Einsatzbereichen macht. Unter den vielfältigen weiteren Wirkungen sind Sedierung und der euphorisierende Effekt zu nennen; die wichtigsten Nebenwirkungen sind Vigilanzminderung und Atemdepression, v. a. bei Überdosierung, sowie bei längerer Einnahme Obstipation (Verstopfung) und Entwicklung einer Abhängigkeit – sofern Opioide nicht zur Therapie chronischer Schmerzen eingesetzt werden (Quelle: Wikipedia)
Diese Mittel sind das bekannte zweischneidige Schwert. So wichtig und wirksam diese auch sind, so schwer ist nach längerem Gebrauch davon loszukommen und ohne die entsprechende Unterstützung vermutlich gar nicht. 

Zum Glück hat sich die Verschreibungspraxis inzwischen für beide Medikamentengruppen gebessert. Oxycodon ist z.B. im Jahre 2010 noch auf Platz 5 der umsatzstärksten Medikamente gelandet und im Jahr 2012 nur noch auf Platz 18. Für die Benzodiazepine habe ich eine Zahl aus Deutschland, die zwar etwas älter ist aber immerhin einen Trend zeigt. 1993 wurden 11 Mio Packungen verschrieben und 2004 nur noch 2,4 Mio. Allerdings werden diese Mittel vermehrt als Privatrezepte ausgegeben und da wurde ein sprunghafter Anstieg vermeldet, welche durch diese Statistiken kaum angegeben werden.

Auch wird nicht jeder der diese Mittel nehmen muss gleich anhängig. Wie bei den meisten anderen legalen und illegalen Drogen, gibt es Menschen die mehr und Menschen die weniger anfällig sind. Die WHO hat wie fast alle Behörden oder Behördenähnlichen Strukturen ein Klassifizierungsystem eingeführt. Die Klassifizieren die Erkrankungen wie auch wie das Anhängigkeitsrisiko von diversen Mitteln. 

So sieht die Klassifizierung einer Medikamentenabhängigkeit (ICD10) aus:
  • Starker Wunsch oder Zwang, den psychotropen Stoff zu konsumieren
  • Kontrollverlust im Umgang mit dem Stoff
  • Entzugssyndrom beim Absetzen des Stoffes
  • Toleranzentwicklung
  • Anhaltende Vernachlässigung des sozialen Umfelds und beruflicher Aktivitäten
treffen auf den Patienten 3 oder mehr dieser Punkte zu, dann liegt eine Medikamentenabhängigkeit laut WHO vor.

Für Menschen, die es dann nach Diagnose und Entzug wirklich geschafft haben, wird dann erst richtig schwierig. Kokain, Heroin und Co kann man aus dem Weg gehen, bei Alkohol wird es schon schwieriger, aber es ist machbar - doch bei Medikamenten wird es sehr schnell zu einem richtigen Problem, da es kaum Ausweichmöglichkeiten gibt. Also tut euch selbst den gefallen, ob es nur ein Nasenspray, ein Hustensaft oder ein schweres Schmerzmittel ist. Seid euch bewusst, das diese Medikamente für euch zu einen lebenslangen Problem werden können. Nehmt chemische Hilfsmittel egal welcher Art bewusst ein und nicht nur weil es vielleicht nötig sein könnte. 

Ok und um jetzt wieder etwas positive Energie in diese Tour zu bringen, hier die Tourgewinne.

Der Verlag Coppenrath sponsert 2 Exemplare dieses Buches zur Tour. 
Wer also Lust bekommen hat und wissen möchte, wieso Cecelia Price in ihre Lage kommt und ob es für die Hoffnung gibt, der muss nur eine kleine Frage beantworten.

Was würdet ihr tun, wenn in eurem Familien- oder Freundeskreis jemand augenscheinlich von etwas abhängig wäre? Sprecht ihr ihn/sie an?  Oder habt ihr dies vielleicht selbst schon erlebt?

Hier unsere Stationen:



Mit eurer Teilnahme bestätigt ihr folgende Regeln:

- Die Teilnahme ist bis einschließlich zum 2. August 2015 möglich. Am Montag darauf erfolgt die Auslosung, die Gewinner werden im Laufe dieses Tages auf allen Blogs verkündet. 

- Es muss eine gültige Kontaktmöglichkeit (e-Mail Adresse) angegeben werden 


- Wie oben beschrieben gibt es pro beantwortete Frage ein Los.


- Um zu gewinnen solltet ihr min. 18 Jahre alt sein oder die Erlaubnis eurer Eltern haben


- Die Gewinner erklären sich damit einverstanden, dass ihre Namen im Rahmen des Gewinnspiels genannt werden und ihre Adressen zwecks Buchversand an den Coppenrath Verlag übermittelt werden. 


- Die Gewinner werden per e-Mail benachrichtigt und haben dann eine Woche Zeit ihre Adresse mitzuteilen.



Ich hoffe, ihr fandet den Tour heute etwas informativ und verfolgt auch noch nächsten Tage mit regem Interesse. Das Buch ist es wert.




Kommentare:

karin hat gesagt…

Hallo und guten Tag,

klar würde ich es versuchen, denn wenn es offensichtlich ist...kann ich es persönlich nicht mit meinen Gewissen vereinbaren...da einfach weg zu schauen.O.K.

Und würde auch versuchen....mögliche Hilfen für ihn/sie zu eröffnen.

Nicole W./LilStar hat gesagt…

Huhu!

Da mache ich doch mal mit, auch wenn ich natürlich nicht an der Verlosung teilnehme *hihi*

Also, ich habe das leider schon mal erlebt und ja, ich habe und ich würde auch immer wieder darauf ansprechen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es von selbst wieder aufhört ist gering und wenn irgendwie möglich, dann würde ich versuchen einzugreifen.

Ach so und was ich überhaupt sagen wollte: Toller Beitrag! :)

GlG,
Nicole

MissDatherinePierce hat gesagt…

Hallöchen,

mein Opa war Alkoholiker als ich klein war und er noch lebte. Ich weiß nicht wie ich heute reagieren würde, ich kannte es damals nicht anders und als er einmal auf dem Boden lag und nicht aufstehen konnte hab ich ihn halt gefunden mit meinem Cousin.
Danach hat er dann aufgehört (heute frage ich mich, wie er das geschafft hat nach jahrzehntelanger Alkoholsucht), weil meine Eltern ihm sonst verboten hätten mich zu sehen.
In meiner erweiterten Familie gibt es viele die Suchtprobleme haben, soweit ich vom Hörensagen weiß.
Es ist eine schwierige Sache. Die Person muss sich auch helfen lassen wollen, sonst kann man auch mit einer Tapete reden.
Ein schwieriges Thema wirklich.

Liebe Grüße Sarah
http://booksonpetrovafire.blogspot.de/

Anonym hat gesagt…

Hallo, ein sehr schwieriges Thema. Leider habe ich im Familien- und Freundeskreis selbst schon Erfahrungen damit sammeln müssen. Mein Onkel war sehr lange alkoholabhängig, leider ist er trotz unserer Hilfe und mehreren Entzugsversuchen nicht geschafft davon loszukommen.
Ich würde auf jeden Fall immer versuchen denjenigen, der davon loskommen will, zu unterstützen.
Lg Lena

Erreichbar bin ich unter: BlueOcean8519@aol.com

glitzerfee hat gesagt…

Hallöchen,

ein sehr interessantes Thema. Vor allem da ich in einer Arztpraxis arbeite und selbst eine Fortbildung zur Schmerzassisstentin gemacht habe. Es gibt wirklich viele "abhängige" Patienten. Alleridngs ist da oft der Fehler, dass einfach verschrieben wird und keiner mehr kontrolliert, was und wie viel der Patient einnimmt. Opioide müssen schon regelmäßig kontrolliert werden und dann kommen die Patienten 1x wöchentlich oder öfter in die Praxis. Und was ganz wichtig ist, sobald die Beschwerden besser werden, müssen diese auch schnell wieder reduziert werden. Was leider auch kaum Leute wissen, dass diese Medikamente von den Nebenwirkungen nicht ganz so schlimm sind, wie die "normalen" Ibuprofen oder Diclofenac, die noch häufiger "eingeschmissen" werden. Ich finde allgemein wird zu schnell etwas eingenommen (ich selber gehöre auch dazu). Jetzt aber genug mit meinem Bericht :-D.

Wenn es in meinem Umkreis jemanden geben würde, würde ich schon was sagen und Ansprechen. Da würde ich nicht wegschauen.

Liebe Grüße,
Vanessa

frostyface hat gesagt…

Hallo!

In meinem Familienkreis gibt es einen Raucher (das ist ja auch eine Abhängigkeit ...), den wir schon mehrmals darauf angesprochen haben. Aber wo der Wille fehlt, ändert sich auch nichts. :/
Ansonsten würde ich denjenigen stets darauf ansprechen und im Ernstfall bei entsprechenden Organisationen Hilfe holen.

Übrigens schönes Blog-Design!

LG frostyface
(lovelylibri[at]gmail.com)