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Samstag, Februar 23, 2013

Fran Ray - Das Syndikat

(Quelle: www.amazon.de)



Verlag:
             Bastei Lübbe

Format:           Taschenbuch, eBook, Hörbuch
Umfang:          480 Seiten
Erschienen:   16. März 2012
Leseprobe:     "Klick"




Inhalt: 
In San Diego wird ein Kind von einem Hund angefallen. 
In Brüssel stirbt ein Journalist durch einen Bombenanschlag. 
Im Afhganistan richte eine Söldnertruppe im Blutrausch ein Massaker an.

Eine junge und traumatisierte Journalistin muss erkennen, das es manchmal so etwas wie Zufall nicht gibt. Doch als sie den Verschwörern auf die Spur kommt, muss sie auch ihre Vergangenheit hinterfragen.

Meine Meinung:
Dieses Buch lässt mich etwas zwiespältig zurück. Das Thema war super spannend und hoch aktuell. Doch grad in der 1. Hälfte das Buchs, finde ich die Geschichte sehr verwirrend und es gibt mir zu viele lose Enden.

Karen Burnett ist eine zerbrochene Persönlichkeit. Ihre Mutter eine weltbekannte Journalistin, hat sie nie liebevoll behandelt und ist seit einem Tauchunfall vermisst. Karen fühlte sich immer wie unter einem übergroßen Schatten, den sie nicht durch stoßen kann. Sie  ist nach einer Entführung traumatisiert, tablettenabhängig und depressiv. 

Nach einer Preisverleihung will sie sich mit einem Kollegen treffen und wird dabei in eine Verschwörung rein gezogen, deren Ausmaße für sie kaum abzuschätzen ist.

Die erste Hälfte besteht komplett aus immer neuen Handlungssträngen und Rückblenden. Ich fand dieses Teil etwas schwierig zu lesen. Die immer neuen Handlungen und Nebengeschichten stehen anfangs ohne jede Verbindung. Die immer neuen Charaktere verwirrten mich etwas und so wirklich konnte ich dieses Gefühl auch bis zum Schluss nicht abschütteln. Vielleicht lag es auch mit an den Charakteren mit denen ich mich nicht wirklich anfreunden konnte. Karen war durch ihr Erlebnisse in der Kindheit und durch ihre Entführung im Kriegsgebiet so traumatisiert, das ich nichts auch nur halbwegs logisches in ihrer Person finden konnte. Sie war war auf der einen Seite überängstlich wo immer es geht und trotzdem stürzt sie sich in eine riesen Verschwörung. Ihr "Partner" Nyström ist undurchsichtig ohne Ende. Er hat mich etwas an den "Krebskandidaten" aus der Serie "Akte X" erinnert. Man konnte sich nicht entscheiden, ob er nun zu den Guten oder den Bösen gehört. 
Die ganze Verschwörungsgeschichte empfand ich wieder als so genial. Allein die Dimension war so aberwitzig, das schon allein dieser Aspekt es schon wieder realistisch machte. Als ich mich endlich durch die ganzen losen Handlungsstränge gekämpft hatte, nahm die Story dann endlich Fahrt auf. Auch wenn bei allem was ich dann vorgesetzt bekam schon ganz schön zu kämpfen hatte, so hat mich spätestens Helen Durban völlig aus der Bahn geworfen. Mit ihr und ihrer weiteren Rolle habe ich dann nicht mehr gerechnet. Sie war für mich im übrigen der mieseste Charakter des ganzen Buches - Genial. Sie hätte alles für ihre Karriere geopfert und verträgt nicht die geringste Selbstkritik.

Das Ende fand ich dann leider wieder etwas überzogen. Vom Realismus mal ganz abgesehen, war es dann doch to much. Das Feuerwerk hätte auch ruhig etwas kleiner ausfallen können.

Insgesamt bin ich was das Fazit angeht ziemlich zerrissen. Die Story ist wirklich interessant, doch der Weg zum Ziel echt anstrengend. Ich bin froh das ich es bis zum Ende durchgehalten habe, doch nochmal werde ich es wohl nicht lesen.


          

 

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