Google+ Schnuffelchens Bücher und Co: V. Klüpfel & Michael Kobr - Grimmbart

Montag, Februar 27, 2017

V. Klüpfel & Michael Kobr - Grimmbart

Inhalt:
Kluftingers neuer Fall führt ihn ins Schloss in Bad Grönenbach, wo ihn allerlei Merkwürdiges erwartet: Die Frau des Barons wurde nicht nur ermordet, sondern auch noch wie auf einem uralten Familienporträt hergerichtet. Auf dem Gemälde ist ein Mann mit seltsam gelben Augen zu sehen. Und der Baron verschwindet immer wieder im schlosseigenen Märchenwald. Auch privat geht es bei Kluftinger märchenhaft zu: Sein Sohn heiratet, und zur Feier haben sich die Schwiegereltern aus Japan angesagt. Zum Glück lässt Kluftingers Intimfeind Langhammer nicht lange auf sich warten, um dem Kommissar bei dieser kulturellen Herausforderung zu helfen. 



Meine Meinung:
Dieses buch hat mich echt auf Trab gehalten. Ich habe es letztes Frühjahr bereits bekommen und eigentlich liebe ich Kluftinger, oder zumindest liebte  ich ihn. Doch jetzt bin ich kuriert.

Das die Geschichten um den eigenwilligen Kommisar schon immer eher komisch als spannend waren, das machte ja schon immer seinen Charme aus. Doch diese Geschichte war ...? Absurd, Langatmig und .... eigentlich fehlen mir die richtigen Worte.

Die Reihe lebte bisher davon, das zu den Fällen auch noch das Privatleben Kluftingers eine große Rolle spielte. Dabei musste man immer überlegen, was einem besser gefiel - die interessanten Fälle oder die komischen Erlebnisse der Familie Kluftinger. Wobei das Privat zwar ins dienstliche reinspielte, sich aber doch die Waage hielt. Nun in Grimmbart steht eindeutig das private Großereignis - die Hochzeit von Kluftinger Junior - im Vordergrund und der eigentlich ganz interessante Kriminalfall (er hätte es zumindest sein können) fällt fast hinten über. Ich frage mich ernsthaft, warum er überhaupt eingebaut wurde, da er weder als Spannungselement noch als roter Faden durch die Story genutzt wurde. 

Dazu kommt, das die Hochzeit zwischen 2 Kulturkreisen zwar viele Stolpersteine und potenziell witzigen Möglichkeiten geboten hätte, aber diese nur sehr bedingt genutzt wurden. Die ganze Geschichte wirkte sein bemüht, aber der Funke konnte und wollte nicht über springen. Anstatt zu schmunzeln, habe ich mich nur gelangweilt und mich gefragt, ob das wirklich der Ernst des Erfolgsduos ist. Inzwischen ist sogar schon der 9. Teil der Reihe draußen, der aber sicher keinen Einzug mehr unter meine Schätze findet. Ich habe für mich diese Reihe beerdigt und das empfehle ich auch den Autoren. Vielleicht würde etwas neues auch wieder frischen Wind in ihre Fantasie und  Kreativität bringen - den das die Beiden schreiben können, haben sie ja hinlänglich bewiesen. Doch der 8. Kluftinger braucht schon lebensverlängernde Maßnahmen und vielleicht sollte man endlich einen Schlussstrich ziehen. 

Fazit: Dieser Geschichte fehlt es an dem meisten, für was ich die Reihe bisher geliebt habe. Keine Spannung, nur mäßig Humor und die geliebten Eigenheiten Kluftingers gingen mir hier oft nur noch auf die Nerven. Für mich ist hier Schluss.


    

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen