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Montag, Oktober 05, 2015

Megan Hart - Flying: Grenzenlose Lust

© mbt

Originaltitel: Flying
Verlag:             mbt (Mira Taschenbuch)
Format:           EBook, Taschenbuch
Umfang:          352 Seiten
Erschienen:  Mai 2015

Inhalt:
Angst vorm Fliegen? Kennt Stella nicht. Jedes Wochenende nimmt sie den günstigsten Flug aus der Stadt, egal wohin. Hauptsache die Airport-Bar ist akzeptabel - und der Fremde, den sie sich dort für eine Nacht aussucht, willig. Stella lebt für diese wilden, hemmungslosen One-Night-Stands am Flughafen. Keiner ihrer Spontan-Lover hinterlässt bleibenden Eindruck, bis sie bei ihren erotischen Streifzügen auf den atemberaubenden Matthew trifft. Ihre Affäre ist so turbulent wie intensiv, und obwohl Stella spürt, dass dieser Mann ein dunkles Geheimnis hat, kann sie nicht genug kriegen von seinen heißen Verführungskünsten ...
(Quelle: mbt)

Meine Meinung:
Zum ersten Mal hat mich Megan Hart beim Lesen angestrengt. Flying ist sicher wieder interessant und mehr spannender Roman als erotischer Happen, auch wenn der der Erotik-Anteil nicht zu knapp ausfällt. Doch konnte mich die Autorin mit diesem Buch nicht so fesseln, wie in den vorangegangen Büchern. 

Stella und Matthew sind ein interessantes Paar, wobei die Figur der Stella deutlich besser von der Autorin ausgearbeitet wurde. Matthew kommt oftmals etwas unsympathisch herüber, was wohl eigentlich geheimnisvoll werden sollte - diese Wirkung wurde verfehlt. Ob das in der Übersetzung geschehen ist oder schon im Original so war kann ich nicht beurteilen. 

Der Anfang der Geschichte gestaltet sich ziemlich zäh. Es dauert einige Zeit, bis der Leser erkennt, was mit den Spielchen gezeigt werden soll und wohin die Autorin ihre Protagonistin schickt. Immer mehr verstickt man sich in der tragischen Geschichte der Hauptprotagonistin und den Nachwirkungen. Als sie auf Matthew trifft scheint sie endlich nicht mehr weg, sondern auf ein Ziel zuzulaufen. Auch wenn sie ihr Ziel noch nicht kennt. 

Wie immer macht es Megan Hart seinen Charakteren das Leben nicht leicht und verwehrt ihnen auch schon mal das Happy End. Nicht immer bekommt, der Leser das war er will oder erwartet, doch gerade das macht die Geschichten interessant. Sex ist auch hier wieder kein Unterhaltungselement für sich, sondern ein Stilelement um die Charaktere dadurch auf ihren Weg zu geleiten und sie für den Leser greifbarer zu machen. Sie werden dadurch realistischer und menschlicher. Das finde ich an den Büchern von Megan Hart jedes Mal wieder verblüffend. Hier gibt es keinen Sex, weil man es kann, sondern weil es muss. Und diese Szenen sind sehr gefühlvoll und geschmackvoll, egal ob die Protagonisten Gefühl investieren oder nicht.

Fazit: Diesmal konnte mich die Autorin nicht ganz überzeugen. In Matthew hätte etwas mehr investiert werden können. Trotzdem ist das Endergebnis wieder ganz ordentlich und für Fans der Autorin definitiv ein Must Have. Ich bin schon gespannt, was als nächstens kommt.



1 Kommentar:

  1. Hi Schnuffelchen, ich habe auch schon das ein oder andere Buch von Megan Hart gelesen und war bisher immer sehr angetan. Schade dass dich dieses hier nicht ganz so sehr ansprechen konnte. Gerade der Charakter des männlichen Protagonisten macht für mich zum Großteil aus, wie mir das Buch gefällt. Und wenn Matthew eher unsympathisch wirkt... hm :-/

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