Google+ Schnuffelchens Bücher und Co: Januar 2014

Montag, Januar 27, 2014

Carlos Ruiz Zafon - Der Mitternachtspalast

© Fischer Verlage

Originaltitel:    El palacio de la medianoche
Reihe:                 Die Nebel-Trilogie
Verlag:                Fischer
Format:              Hardcover, eBook, Hörbuch
Umfang:             ca. 400 Seiten
Erschienen:      05. November 2010

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Inhalt: 
Die Bande des Bluts sind stärker als der Tod. Ein weiterer Geniestreich aus der Feder Ruiz Zafóns.Mit dieser atemlosen Jagd durch das schillernde Indien hat der Autor sich selbst übertroffen. »Der Mitternachtspalast« erzählt von den Zwillingen Ben und Sheere, die sich nach sechzehn Jahren endlich wiederbegegnen. Doch die Freude währt nicht lang. Der Schrecken der Vergangenheit holt sie wieder ein.
Direkt nach ihrer Geburt in Kalkutta wären die Zwillinge beinahe einem Auftragsmord zum Opfer gefallen. Um die Kinder vor dem unbekannten Verfolger zu verbergen, wachsen sie getrennt auf: Ben in einem Waisenhaus, Sheere bei ihrer Großmutter, mit der sie durch ganz Indien irrt. Doch als sie sechzehn werden, spürt eine unheimliche Macht sie auf. Es kommt zu mysteriösen Todesfällen. Ben vermutet eine Verbindung zu ihrem Vater, der bei einem tragischen Unglück ums Leben kam. Auf der Suche nach der Wahrheit geraten die beiden immer tiefer in die düstere Unterwelt Kalkuttas. Es beginnt ein grausiges Spiel um Leben und Tod mit einem Widersacher, dessen Wahn alles Vorstellbare übersteigt. (Quelle: Amazon.de)

Meine Meinung:
Die Nebel-Trilogie hat Zafon extra für das junge Publikum geschrieben. Sie besteht aus 3 unterschiedlichen und nicht von einander abhängigen Geschichten. Im Original ist "Der Mitternachtspalast" der 2. Teil und nicht wie bei uns der 3.. Doch ich kann verstehen, warum FJB "Der dunkle Wächter" vorgezogen hat. Den dieser Band hier ist der schwächste von den 3. Nicht nur nur was die Charaktere und die Story, sondern vor allem was die Atmosphäre angeht. Alle 3 sind mysteriöse Geschichten mit leichten, jugendverträglichen Horrorelementen.

Im Mittelpunkt stehen immer Kinder bis Jugendliche, die gegen ein mysteriöses Böses Kämpfen. Bei "Der Fürst im Nebel" und "Der dunkle Wächter" hat das auch sehr gut funktioniert. Doch hier wirkt es alles überkonstruiert. Die Geschichte hat einfach zu viel an Story, zu viele Beteiligte, was nicht weiter schlimm wäre wenn die Rädchen ineinander greifen würden, aber es hakt und stottert an allen Ecken und Enden. 

Die Charaktere bleiben alle eindimensional und regelrecht unsympatisch. Es fehlt insgesamt der Funke der zündet, um das Kopfkino anzuschalten. So das die gerade einmal 400 Seiten, sich wie 800 Seiten angefühlt haben. Das ist einfach schade. 

Da mich dieses Buch nicht fesseln konnte und ich weiß, das der Autor es besser kann, gibts hierfür nur 2 von 5 Punkten


Die komplette Nebel-Trilogie






Alex Morel - Survive-Wenn der Schnee mein Herz berührt

© egmont-ink
deutsches Cover
Quelle: amazon.de
Original-Cover

Originaltitel: Survive
Verlag:             Egmont INK
Format:           Hardcover, eBook
Umfang:          253 Seiten
Erschienen:  10. Januar 2013

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Inhalt:

Das hochdramatische Abenteuer einer starken Heldin, die im erbitterten Kampf ums Überleben zu sich selbst findet und dabei ihrer großen Liebe begegnet. Aufreibend, ergreifend und herzzerreißend! Wie durch ein Wunder überlebt Jane einen Flugzeugabsturz mitten in den Rocky Mountains. Ironie des Schicksals – genau für diesen Tag hatte sie ihren Selbstmord geplant. Außer Jane hat es nur noch ein einziger Passagier geschafft: Paul. Gemeinsam schlagen sich die beiden Teenager durch die eisige Wildnis, und dabei erkennt Jane zum ersten Mal seit Langem: Sie will leben. Das ist vor allem Paul zu verdanken, der ihr Bestes zum Vorschein bringt. Nie zuvor hat Jane so etwas für jemanden empfunden, und für diese unverhoffte Liebe wächst sie über sich selbst hinaus … (Quelle: Amazon.de)

Meine Meinung:  
Ich schleiche um dieses Buch schon, seit ich es letzten Winter in der Vorschau bei INK entdeckt habe. Jetzt war es endlich so weit. 

So sehr ich mich auch auf die Geschichte gefreut habe, so sehr hatte ich auch Angst davor, was mich erwartete. Immerhin ist es ein Jugendbuch. Dies in Kombination mit dem Themen Depressionen, Selbstmord und Überlebenskampf könnte auch gewaltig schiefgehen. Doch meine Neugier siegte und ich wurde nicht enttäuscht. 

Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und ihre Gedanken, wie auch Handlungen gut nachzuvollziehen. Ich bin zwar schon eine Tage aus dem Alter von Jane und Paul raus, aber trotzdem hatte ich das Gefühl, alles nachfühlen zu können. Zum Teil wahrscheinlich weil ich gerade Jane sehr gut nachfühlen kann. Depressionen sind in jedem Alter schlimm, aber als Teenager und mit ihrer "Vorgeschichte" kämpft sie doppelt. Weder ihre Mutter noch die Ärzte haben ihr wirklich helfen können. Dieser Plan und die Umsetzung fand ich wirklich treffend. Die Maske die sie nach Außen zeigte, nur im endlich an ihr Ziel zu kommen. 

Im ersten Teil des Buches "Vorbereitungen zum Abflug" lernen wir die Jane Solis kennen, wie sie sich selbst sieht. Nicht wie sie ist, sondern das Bild was sie sich selbst und anderen zeigt. Doch Paul lernt sie erst kurz vor dem Absturz kennen. Sie hat keine Zeit ihn "zu blenden". Diese Vorbereitungen zum Abflug sind eigentlich ein Abschied von ihrem alten Leben, allerdings auf eine andere Art als sie glaubt. Sie hält sich für eine Planerin, doch das Leben lässt sich nicht planen.

Ab dem 2. Teil des Buches "Überleben" kämpft sie sich ins Leben. Dabei muss sie vor allem lernen, auf sich selbst zu vertrauen -  sich auf andere und auf sich zu verlassen - ihr Schneckenhaus zu verlassen und um das Leben um zu überleben. Im Anbetracht einer Tragödie erlernt sie über ihre eigene Tragödie hinweg zu sehen und für sich und andere zu kämpfen. 

Ich empfand Jane als unglaublich starken Charakter. Doch das sie so stark ist, musste sie selbst erst lernen. Und diesem Weg durfte ich als Leser miterleben. Wie sehr mich dieses Buch berührt hat, habe ich spätestens dann gemerkt, als mir die Tränen in den Augen standen. Ich habe schon lange nicht mehr bei einem Buch geweint, doch hier musste ich einfach. Dieses Buch hat definitiv die volle Punktzahl verdient. Nicht nur weil ich geweint habe, sondern auch,  weil es ein Happy End ohne Happy End hatte. Also ein Ende, das ich bei einem Jugendbuch nicht wirklich erwartet habe.

(Und hier etwas Neues: Bisher habe ich nur Bewertungen abgegeben, wenn ich für Blogg deine Buch rezensiert habe, doch ich werde dies ab sofort öfter machen. )








Sonntag, Januar 26, 2014

Tricia Rayburn - Im Zauber der Sirenen (Ocean Rose)

Quelle: amazon.de © Ullstein 
Quelle: amazon.de © Ullstein


Originaltitel:   Siren
Reihe:                 Ocean Rose Teil 1/3
Verlag:               Ullstein
Format:             Taschenbuch
Umfang:            364 seiten
Erschienen:     01.November 2010

Leseprobe:       *klick*
 



Inhalt:
Vanessa verbringt seit Jahren mit ihrer Familie den Sommerurlaub in dem kleine Küstenort Winter Harbor in Maine. Zusammen mit ihrer großen Schwester Justine sowie den beiden Nachbarjungen Simon und Caleb machen sie die Strand und die Klippen zu ihrem Abenteuerspielplatz.

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Immer wieder ziehen ungewöhnliche Stürme über die beschauliche Hafenstadt, werden Tote mit einem merkwürdig, seeligem Gesichtsausdruck angespült. Und auch ihre Schwester Justine gehört zu den Toten.

Auf der Suche nach eine Antwort auf Fragen zu Justines Tod kehrt sie ohne ihre eltern zurück an den Ort, der für sie nie mehr nur Freude Spass bedeuten wird. Und sie entdeckt ein dunkles Geheimnis das ihre Zukunft, das ihre Liebe Simon und das ganzen Ortes Winter Harbor verändern kann und schon ziehen wieder dunkle Wolken auf.



Meine Meinung:
Erst einmal oben Links ist das deutsche Originalcover zu sehen. So wurde dieses Buch im November 2010 bei uns zuerst veröffentlicht. Ich mag dieses Cover, da es zeigt worum es geht - Sirenen. Das Cover rechts ist das Cover mit dem das Buch jetzt seit 2012 zu erhalten ist. Es wurde dem amerikanischen Original angeglichen und damit kam dann der Erfolg. Sicher es ist auch schön, wirkt geheimnisvoll, aber ich hätte es im Regal sicher übersehen, zumal der Stil inzwischen auch etwas ausgenudelt ist. Aber was soll es, das es verschiedene Geschmäcker gibt, ist ja nichts Neues und damit haben dann auch beide ihren Platz zu recht.

Dies ist der Auftaktband zu einer Trilogie in der die Sirenen aus der Mythologie in die Gegenwart geholt werden. Mir hat die Geschichte nach Unmengen an Vampiren und Werwölfen mal wieder richtig gut gefallen. Es gibt in den Tiefen der Sagen und Märchen so viele Geschöpfe, die man noch in das Zentrum mystischer Geschichten packen kann. 

Insgesamt hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Immer vor dem Hintergrund gesehen, das diese Geschichte für Jugendliche geschrieben wurde. Dadurch wurde die mysteriösen Sirenen und die Lovestorys der Charaktere so sehr in den Vordergrund gerückt, das die ernsten Themen, die auch "kurz" in Buch erwähnt wurden, wie Selbstmord, Jugendschwangerschaft, Zukunftsängste. Diese Themen sind nur kurz am Rand gefallen, wurden nicht weiter vertieft. Obwohl die Geschichte auch das vertragen hätte. So fehlte mir ein wenig Substanz. Da ich bei einem Jugendbuch allerdings damit schon gerechnet habe, das die ernsteren Töne im Keller bleiben, habe ich mich dadurch nur marginal gestört geführt. Irgendwie hofft man ja dennoch bei jedem Buch, das mal etwas mehr bekommt, als den Einheitsbrei. Bei diesem Buch wurde es nichts mit einer Überraschung. Man könnte es wohl am besten mit solider Arbeit betiteln. 


Es reichte dazu mich ein paar Stunden zu unterhalten, aber ich befürchte zum im Gedächtnis bleiben, wird es hier nicht reichen.

Die komplette Ocean-Rose Trilogie










Sonntag, Januar 12, 2014

Noa Ben Artzi-Pelossof - Trauer und Hoffnung

© Rowohlt


Originaltitel: In the Name of sorrow and hope
Verlag:             Rowohlt
Format:           Hardcover, Taschenbuch
Umfang:          ca. 190 Seiten
Erschienen:   1996





Inhalt: 
Noa war ein ganz normale israelische junge Frau. Bis zu jenem schicksalshaften Novemberabend … , an dem auf einer politischen Kundgebung in Tel Aviv ihr Großvater einem Attentat zum Opfer fiel. Ihr Großvater war zu jenem Zeitpunkt Ministerpräsident eines Landes, das uns hier eigentlich völlig fremd ist. Und doch haben Staatmänner aus aller Welt, einem jungen Mädchen auf einem Friedhof mit betroffenen Minen gebannt gelauscht, als diese nicht über einen Staatsmann sondern ihren Großvater sprach.

Meine Meinung:  
Dieses Buch geht mir bis heute an die Nieren. Als ich es zum Geburtstag bekam war ich gerade 17 geworden. Mit Politik konnte ich nicht viel anfangen und warum mich dieses Buch interessierte, konnte ich nicht einmal sagen. Alles was ich wusste, ich wollte die Geschichte des Mädchens, kaum älter als ich erfahren. Über ihr Leben in einem Land, das mir so fremd ist, das ich es nur vom Namen her kenne. Ein Land, das ich aus den Medien nur durch kriegerische Auseinandersetzungen. Wir  wird ein Mädchen in so einem Land groß, wie sieht ein Leben in ständiger Angst von Bomben oder Krieg aus.
Von Beginn an hat es mich fesselt und tut es heute, fast 20 Jahre später noch.

Viel will ich gar nicht dazu erzählen. Zuschnell hat man sonst das interessanteste verraten. Nur soviel - Seit ich diese Buch habe, hat sich mein Blick auf dieses Land verändert. Es ist ein Buch über ein ganz normales Mädchen, seine Familie und ein Leben in einem Land, in dem Normalität nicht unbedingt an der Tagesordnung steht. Und doch ist es ein ganz normales Leben - zumindest bis zu dem Abend, als ein Attentat alles veränderte.

Schade, das es das Buch nur noch gebraucht gibt.


Venturi, Maria - Nur aus Liebe

© Bastei Lübbe


Originaltitel:   Il Cielo non cade mai
Verlag:               Bastei Lübbe
Format:             Taschenbuch
Umfang:            318 Seiten
Erschienen:     1994



Inhalt: 
Das Schicksal scheint es gut zu meinen mit der 18jährigen Francesca: sie wird von ihren gut situierten Eltern abgöttisch geliebt und ist mit einem jungen, hochtalentierten Maler befreundet. Doch ihre Welt zerbricht jäh, als sie herausfindet, dass sie adoptiert wurde und die Tochter einer farbigen Prostituierten ist, die von einem ihrer Freier umgebracht wurde. Ihr Freund Nicola läßt sie daraufhin im stich - und zu allem Unglück ist sie schwanger.
Die Geburt ihrer Tochter gibt Francesca einen neuen Lebenssinn: In ihrem Herzen ist nur noch Platz für Liebe zu ihrer kleinen Cielo und grenzenlosen Haß auf Nicola. Dabei entgeht ihr völlig, dass Cielo in der Schule ihren eigenen Kampf ausfechten muss. Niemand erklärt ihr, warum sie gemieden wird und ihre Mutter nicht verheiratet ist. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt Cielo auf die Spuren ihres Vaters ...
(Quelle: Buchrücken)

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch seit den 90ern. Aufmerksam bin ich auf das Buch durch einen Film auf einem Öffentliche Rechtlichem Sender geworden. Bitte erwartet jetzt nicht mehr, das ich noch weiß ob ARD oder ZDF, aber immerhin war es defintiv einer dieser, da im Gästezimmer meiner Großeltern damals nicht anderes in Fernsehen lief. Aber eigentlich ist es ja auch egal. Auf jeden Fall habe ich den Film damals nur geschaut, weil den  Kim Rossi Stuart mit gespielt hat. Wer das ist ? Also jeder Fan der Fantaghiro-Filme aus den 90ern kennt doch Romualdo, oder :-) 

Aber dieser Post wird geschrieben, weil ich von diesem Buch seit dem ersten Lesen nicht weg komme. Ich kann nicht mal genau sagen warum. Klar, er hat eine ordentliche Portion Romantik, Tragik, aber auch eine "Heldin", die ihren Weg erkennt und geht". Aber davon habe ich in den letzten Jahren nun wirklich einiges gelesen. Doch trotzdem kehre ich regelmäßig zu diesem Buch zurück. Die Autorin (von der ich noch nichts weiter gelesen habe) hat versucht das Thema Fremdenfeindlichkeit in diesem Buch an zuschneiden. Leider ist es wirklich nur ein Anschneiden, den es hätte ausführlicher oder prägnanter sein  können. So ist es zu einem Alibi für die tragische Wendung bei Traumpaar verkommen. 

Doch die Hauptprotagonistin hat mich irgendwie ein wenig an mich selbst als Teenager erinnert.  Auch ich habe versucht meine Unsicherheiten mit teils übertriebenen Perfektionismus und teils mit übertriebener Unnahbarkeit zu verstecken versucht. Ich konnte als Teenager nicht wirklich Kontakt zu Gleichaltrigen aufbauen. Mit Erwachsenen  kam ich immer besser zurecht. Ich war damals schon eine Leseratte. Und wer will schon mit jemanden befreundet sein, der als 15 jährige die Hälfte der Shakespearewerke gelesen hat. Francesca wäre so etwas wie eine Seelenverwandte von mir gewesen. Allerdings hatte ich das Glück, nicht unter dem Druck den ich mir selbst auf erlegte zusammen zu brechen. Ich habe ihn aber auch nicht so offensichtlich vor mir her getragen, wie die Protagonistin des Buches. 

Doch Francesca findet ihren Weg, auch wenn ihr Stolz und ihr Dickkopf sie fast vom Weg abbringen. Vielleicht mag ich das an diesem Buch. Es hat ein Happy End. Wie in jedem Liebesroman, kann die Heldin sich nicht ewig vor ihrer großen Liebe verstecken oder ihr entgehen. Leider läuft es in der Realität nicht ganz so glatt, aber durch Bücher kann ich immer wieder Francesca sein und finde immer wieder zurück zu meinem Glück. Auch wenn es nur für ein paar Stunden ist.

Versucht es selbst. Ob es dieser Roman ist oder ein anderer. Jeden hat wahrscheinlich in unserer bunten, umfangreichen literarischen Welt sein Gegenstück. Seine Heldin, seinen Held, der sein Happy End findet und die/der einem immer wieder die sonne in die graue Realität zaubert. 

Für mich beginnt der Zauber mit der ersten Zeile dieses Romans und er hört auch mit der letzten Zeile nicht auf. Es ist nicht der beste Roman, den ich je gelesen habe, aber doch einer der wichtigsten für meine seelische Balance. Daher wird mich der Roman sicher noch viele Jahre begleiten.




Stephen King - Colorado Kid

© Heyne

Originaltitel:    The Colorado Kid
Verlag:                Heyne
Format:              Taschenbuch, eBook
Umfang:             176 Seiten  
Erschienen:      2005






Inhalt:
Auf einer Insel vor der Küste des US-Bundesstaates Maine wird eine männliche Leiche gefunden, die nicht identifiziert werden kann. Ein paar hartnäckige Lokaljournalisten recherchieren den Fall, aber je mehr Spuren sie verfolgen, desto geheimnisvoller wird das Ganze. Handelt es sich um ein schier unmögliches Verbrechen? Oder sogar um etwas noch Befremdlicheres ...? (Quelle: Randonhouse.de)


Meine Meinung:
Ich habe bisher noch keine Kurzgeschichten von Stephen King gelesen. Obwohl er über 100 Stück davon bisher geschrieben hat. Und ohne die Serie "Haven" wäre ich wohl auch nicht darauf gekommen, mir dieses Buch zu holen. 

Bei Kurzgeschichten fällt es mir besonders schwer etwas dazu zu sagen. Hier ist es zum Glück etwas leichter, wenn auch nur etwas. 

Zum ersten, die Geschichte hat so gut wie gar nichts mit der Serie gemeinsam. Die einzigen Gemeinsamkeiten sind die beiden Zeitungsinhaber Vince und Dave, es gibt einen Chief namens Wournos und einen Doc namens Robinson (in der Serie ist es allerdings eine Doc) und eine unbekannte Leiche namens Colorado Kid, die später als James Cogan identifiziert wird und mit einer Arla verheiratet ist.

Wirklich geht es in der Geschichte um eine Story, welche die beiden Reporter ihrer Praktikantin erzählen. Diese Geschichte ist mysteriös und rätselhaft ohne Ende. Doch weder wir die Kleinstadt Moose-Lookit Island von Behaftungen gebeutelt, noch sorgt dort eine Frau für Ordnung, welche alle 27 Jahren neu auftaucht. Es ist einfach nur eine Geschichte, die auch nach der Identifizierung der Leiche noch mehr Fragezeichen als Schlusspunkte aufweist. Doch insgeheim finde ich, ist es eher eine Geschichte über die Eigenheiten und den Zusammenhalt in einer Ostküsten-Kleinstadt und wie man versucht sich die große weite Welt versucht vom Leibe zu halten. Diese wird hier durch einen Reporter des Boston Globe dargestellt.
Die kleinen Eigenheiten, besonders von Vince und Dave kamen gut zum tragen, auch die Praktikantin war gut skizziert. 
Wirklich spannend, so muss ich gestehen, fand ich die Geschichte nicht. Sie plätscherte ohne wirkliche Höhepunkte vor sich hin und ich war ehrlich froh, das sie nur so kurz war. Ich vermute, sie war ursprünglich vielleicht mal eine Buchidee, die jedoch nie wirklich vorangekommen ist. Den die Charaktere wie auch der Ort hätten super in einen King-Roman gepasst. Am liebsten hat uns der Autor ja gerade, mit dem Schrecken hinter weißen Garten, in kleinen unscheinbaren Städten mitten im Nirgendwo erfreut. 

Für Fans des Autors ist es sicher eine interessante Geschichte, aber bitte nicht zuviel erwarten.



Samstag, Januar 11, 2014

Clive und Dirk Cussler - Unterdruck

Quelle: Randomhouse


Originaltitel:        Poseidon's Arrow
Verlag:                    Blanvalet
Format:                  Hardcover, eBook, Hörbuch
Umfang:                 512 Seiten
Erschienen:          25. November 2013

Leseprobe:            *klick*




Inhalt: 

Die bedeutendste Erfindung der US-Marine – gestohlen!
Die Sea Arrow ist bei Weitem das schnellste U-Boot, das jemals entwickelt wurde. Doch nun ist ein Schlüsselelement des Prototypen gestohlen worden, und der Entwickler ist tot. Zur selben Zeit verschwinden im Atlantik mehrere Schiffe. Die meisten werden niemals wiedergefunden. Aber wenn doch, befinden sich an Bord grausam verbrannte Leichen. Nur Dirk Pitt, der Direktor der NUMA, ist in der Lage, die Zusammenhänge aufzuklären. Wenn er versagt, bedeutet das das Ende der Welt, wie wir sie kennen.   (Quelle: Amazon.de)


Meine Meinung:
Dirk Pitt und Al Giordino sind zurück und damit lässt auch der Ärger nicht lange auf sich warten. Diesmal geht es um Industriespionage , verschollene Schiffe und Trouble ohne Ende. 

Diesmal stolpert er teils unabsichtlich, teils absichtlich in ein Abenteuer, das am Ende zu teilweisen Zerstörung des Panamakanals führt. Das tut er aber auf gewohnt lockere, humorvolle und charmante Art und Weise, das es einfach nur Spaß macht, als Leser dabei zu sein. Auch seine Kinder habe ich immer mehr ins Herz geschlossen. Wobei ich Summer mehr mag. Dirk jun. ist nach den Tod seine Liebe im letzten Roman so Ernst geworden, das mich dies Anfangs schon fast gestört hat. Allerdings habe ich zum Ende her diesen Wesenszug innerhalb der Familie Pitt zu schätzen gewusst. Vielleicht hilft des den Romanen auch etwas facettenreicher zu werden. 
Eine Sache, die immer wieder von anderen Lesern kritisiert wird, ist das es ein Schema F gibt, nachdem die Romane funktionieren. Ich wiederum mag genau diese Einfachheit. Exotische Gefilde, "einfache" Charaktere - dieses typische Schwarz und weiß, das der Held immer die Prinzessin rettet, das brauche ich wenn ich eine Clive-Cussler-Roman zur Hand nehme. 
Auch das dies weiter geht, jetzt wo sein Sohn mit Hand anlegt, finde ich Klasse. Man merkt auch, wie er immer  mehr Erfahrung und Sicherheit im Umgang mit den Charakteren findet. War ich beim letzten Roman noch etwas enttäuscht von den Figuren und ihrem teils "unnatürlichen" Handlungen. So passte es jetzt schon wieder fast wie Faust aufs Auge. D.P. sen.-  als Held der sich aus fast allen Lebenslagen hangelt, Al - der auch in der schlimmsten Patsche noch einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. 
Gut gefallen hat mir, das Pitt sen. auch langsam mal die ein oder andere Schwäche (zumindest konditionstechnisch) an den Tag legt. Immerhin ist er seit 1973 in Sachen NUMA unterwegs, ist inzwischen verheiratet und hat 2 erwachsene Kinder, die immer mehr in seinen Spuren wandeln. 
Insgesamt mache ich mir nach "Unterdruck" weniger Sorgen, das ich in absehbarer Zukunft eventuell auf meine Helden verzichten muss. Den Dirk Cussler wird schon dafür sorgen, das die Helden, denen sein Vater das leben geschenkt hat, auch weiter das Leben der treuen Leser verschönert. Ich sehe für meinen Teil noch keinen Grund meiner Jugendliebe untreu zu werden. Was für andere Indianer Jones war, war uns ist für mich Dirk Pitt. 

Eine Neuerung gibt es allerdings: Endlich gibt es die Romane auch als eBooks. Etwas worauf ich schon eine gefühlte Ewigkeit gewartet habe - Dirk Pitt für die Hosentasche- und nicht nur ihn.

Fazit: Nach einer kurzen Schwäche beim letzten Roman ist mein Held zurück. Perfekt für eine gepflegte Realitätsflucht, voller Spaß und Aktion.     Weiter so.