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Sonntag, November 09, 2014

Asbjørn Jaklin - Tödlicher Frost

Quelle: Suhrkamp.de


Originaltitel: Svart Frost
Verlag:              Suhrkamp
Format:           Taschenbuch
Umfang:           338 Seiten ohne Werbung
Erschienen:    20. August 2014



Inhalt:

Mörderische Polarnacht


In der Nähe von Tromsø wird während der Polarnacht in einem Kuhstall ein Mann ermordet aufgefunden. Er wurde auf dem Heuboden an den Armen aufgehängt, Spuren am Tatort deuten darauf hin, dass er gefoltert wurde ...

Der Afghanistan-Veteran Alexander Winther, der als Journalist bei der Zeitung Nordlys arbeitet, wird auf den Fall angesetzt. Sehr schnell sieht er Verbindungen zu Grausamkeiten, die sich vor sechzig Jahren am selben Ort abgespielt haben. An dem Ort, an dem die Deutschen 1942 ein Lager für jugoslawische Kriegsgefangene aufgebaut hatten, in dem Häftlinge auf brutale Art und Weise gefoltert und getötet wurden. Ein später Racheakt? Die Spuren führen ihn nach und nach auch zum Balkankrieg Anfang der 1990er Jahre – und zu einem streng gehüteten Staatsgeheimnis. (Quelle: Suhrkamp.de)

Meine Meinung:

Ich bin eine großer Fan von Thrillern und Krimis die in Skandinavien spielen. Gerade in den dunklen Monaten, in den wir jetzt gerade wieder sind, kann ich in denen so richtig versinken. Wenn von aktischen Temperaturen und Tagen ohne Sonne geschrieben wird, dann schmeckt der Tee und Glühwein zum Buch nochmal so gut und das versinken in der Geschichte funktioniert noch mal so gut. So wie hier.

Die Geschichte hat im Grunde 2 Handlungsstränge. Einer spielt 2009 und im Mittelpunkt steht ein ehemaliger Soldat, der unter PTBS leidet und als Journalist arbeitet. Der 2. spielt in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs und kurz darauf und ein SS-Offizier der Deutschen steht im Mittelpunkt. 

Auch wenn das maßgebliche Verbrechen für diese Geschichte in Nordnorwegen spielt, so zieht sich die Ermittlung von Tromso über Den Haag bis auf den Balkan. darin besteht auch die größte Schwäche der Geschichte. Der Autor, selbst Journalist verliert sich in Details und verliert dabei die Geschichte etwas aus dem Blick. Zwar gibt die Story genug Spannung her um den Leser problemlos bei der Stange zu halten und der Stil ist auch leicht zu lesen, doch bei der Aufklärung der Storyline zeigen sich die Schwächen. 
Genau kann ich nicht sagen, was genau der Autor mit der Geschichte erzählen will. Geht es darum das aus Opfern auch Täter werden können, das die Geschichte die Zukunft bestimmt oder das die Vergangenheit nie vergessen werden sollte? Ich weiß es nicht. Alls das hat der Autor angefangen, aber nicht zu Ende gebracht. Es gibt einige lose Fäden in der Story, die mich vermuten lassen, das er entweder gezwungen war, die Geschichte zu kürzen oder das er dieses Buch als Anfang einer Reihe geschrieben hat. 
Vielleicht bin ich zu kritisch, aber mir sind die Charaktere alle zu oberflächlich geblieben und das trotz der Detailverliebtheit der Autors. Einzig auf seine Hauptfigur, den Journalisten Alex geht er etwas ein, aber nicht genug um die Figur plastisch erscheinen zu lassen. 

Insgesamt ist die Geschichte nicht schlecht. Sie hat nur einige Schwächen.









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