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Montag, September 15, 2014

Christoph Zachariae - Ödland 1 - Der Keller

© Ludid Dreams/ Christoph Zachariae

Reihe:   Ödland (# 1)
Verlag: Lucid Dreams
Erschienen: Dezember 2013 (2. Auflage)

Inhalt:
Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr. Sie ging vor vierzig Jahren unter. Aus Ressourcenknappheiten wurden Verteilungskämpfe, aus regionalen Konflikten Flächenbrände. Das Kartenhaus Zivilisation brach zusammen. Vom Land und von den Städten blieben nur Wüsten und Ruinen übrig: Das ÖDLAND.
Die Überlebenden rotteten sich zusammen und zogen sich in abgeschiedene Enklaven zurück, in versteckte Keller, alte Bergwerke, verbarrikadierte Dörfer und unzugängliche Stadtteile, versuchten nicht entdeckt zu werden und zu überleben.
Denn durch die verwüsteten Landstriche zogen bewaffnete Banden. Auf der Suche nach Essbarem griffen sie jeden an, der ihnen in die Quere kam und machten das Ödland zu einem Ort, den niemand freiwillig betrat.

Mega, ein neunzehnjähriges Mädchen, wächst in einer Enklave auf. In einem Heizungskeller unter einer verfallenen Universität. Die junge Frau hat einen Traum: Eines Tages will sie den Keller verlassen und die Welt erkunden, denn die muffige Enge lässt sie die Betonmauern hochgehen und das ewige Stillsein und Verstecken entspricht überhaupt nicht ihrem Wesen.

Erzählt wird Megas Reise durch das ÖDLAND zu den Ursprüngen ihrer Existenz, denn Mega hat nie vergessen, dass sie nicht im Keller geboren wurde.
(Quelle: Amazon.de)

Meine Meinung: 
Diese Geschichte ist unglaublich düster und auch streckenweise gewalttätig.  Man könnte jetzt darüber streiten, ob die Welt wirklich so aussehen wird, wenn einmal alles zusammen bricht. Die Optimisten werden davon ausgehen, das wir eine neues Utoptia aufbauen und die Pessimisten sehen in unserer Zukunft ein ÖDLAND.

Man erfährt nicht, was passiert ist. Warum die Menschen, so plötzlich an diesem Abgrund gerieten, doch das Buch zeichnet ein unglaublich dunkles Bild von dem, was aus uns wird. 

Es existieren noch kleine Enklaven, die sich so gut wie möglich versuchen zu verstecken. Verstecken von den marodierenden Banden, die umherziehen und versuchen das wenige zu rauben und zu plündern, das es noch gibt. Dabei ist Mord und Vergewaltigung an der Tagesordnung. In dieser Welt lebt Mega. Doch Mega ist ein Geheimnis. Als Kind hat sie das Ödland überlebt. Niemand weiß, woher sie kam und wohin sie wollte. Sie würde in die Enklave in einem Keller einer Universität aufgenommen. Doch so sehr sie sich auch bemüht hat, dort heimisch zu werden, so war ihr immer bewusst, das sie eigentlich nicht dorthin gehört. Als diese Enklave in Gefahr gerät zieht sie hinaus ins Ödland um Hilfe zu suchen. Doch dort muss sie sich mit einer ganz anderen Welt auseinander setzen und dort werden Instinkte geweckt, die sie nicht aus dem Keller haben kann.

Die Geschichte beäugt die Erlebnisse rund um 2 verschiedene Personen. Zum einen ist das die junge Mega. Ein Mädchen im Übergang zur Frau, obwohl schon früh erwachsen geworden, ist sie doch noch Kind und damit neugierig und auch unsicher.

auf der anderen Seite ist das Hagen. Er ist der Anführer einer mörderischen Räuberbande. Doch das scheint nicht alles zu sein. Er scheint eine Rolle zu spielen, um selbst zu überleben und er scheint Mega, von vor dem Keller zu kennen. Doch Mega scheint ihn nicht zu erkennen. 

Wie die Beiden zu einander gehören, kann ich noch nicht absehen. Doch am Ende von diesem Teil ist zumindest ein früheres Aufeinandertreffen, der Beiden erwähnt. Zumindest vermute ich das einer der Vermummten Hagen ist. Doch wieso er sie dem Anderen überlässt und wie es zu dem nächsten Wiedersehen in der Moor-Enklave kommt, ist für mich nicht nicht ersichtbar.

Diese Geschichte, hebt sich angenehm von den bisherigen Dystophien ab, die ich meist gelesen habe. Keine romantische Lovestory, die sich durch die Geschichte zieht, keine weichgespühlte Dramatik. Die Gewalt wird roh und blutig dargestellt, die Welt ist Dunkel, auch wenn Mega versucht ein Licht darin zu finden und es gibt nur Fragen und die Antworten, bleiben vielleicht immer verborgen. Die Spannung zieht an den Nerven, nie weiß man, was sie hinter der nächsten Ecke verbirgt.

Insgesamt soll die Geschichte einmal 4 Teile haben. 2 gibt es schon und wenn der 2. Teil wieder so fesselnd wird, dann werde ich der Geschichte auf jeden Fall treu bleiben.



Kommentare:

  1. Huhu, schön, dass du das Buch so gut fandest wie ich :) Mich würde mal interessieren, wie viele Sterne du vergibst, vielleicht solltest du das dazu schreiben! ;)

    Ganz liebe Grüße, Vivi

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    1. Hallo Vivi, danke für deine Anmerkung. Ich fühle mich mit der Punkte vergabe immer nichts so wohl. Ich habe daher bisher bei nur wenigen Büchern gemacht. Aber ich überlege es mir noch mal :)

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  2. Wir hatten uns ja über das Buch unterhalten und ich hatte überlegt, es auch zu lesen. Allerdings wollte ich deine Rezi abwarten. Gut so, denn rohe Gewalt ist nichts für mich. :-(

    LG,
    Mona

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