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Sonntag, Januar 12, 2014

Venturi, Maria - Nur aus Liebe

© Bastei Lübbe


Originaltitel:   Il Cielo non cade mai
Verlag:               Bastei Lübbe
Format:             Taschenbuch
Umfang:            318 Seiten
Erschienen:     1994



Inhalt: 
Das Schicksal scheint es gut zu meinen mit der 18jährigen Francesca: sie wird von ihren gut situierten Eltern abgöttisch geliebt und ist mit einem jungen, hochtalentierten Maler befreundet. Doch ihre Welt zerbricht jäh, als sie herausfindet, dass sie adoptiert wurde und die Tochter einer farbigen Prostituierten ist, die von einem ihrer Freier umgebracht wurde. Ihr Freund Nicola läßt sie daraufhin im stich - und zu allem Unglück ist sie schwanger.
Die Geburt ihrer Tochter gibt Francesca einen neuen Lebenssinn: In ihrem Herzen ist nur noch Platz für Liebe zu ihrer kleinen Cielo und grenzenlosen Haß auf Nicola. Dabei entgeht ihr völlig, dass Cielo in der Schule ihren eigenen Kampf ausfechten muss. Niemand erklärt ihr, warum sie gemieden wird und ihre Mutter nicht verheiratet ist. Auf der Suche nach der Wahrheit stößt Cielo auf die Spuren ihres Vaters ...
(Quelle: Buchrücken)

Meine Meinung:
Ich habe dieses Buch seit den 90ern. Aufmerksam bin ich auf das Buch durch einen Film auf einem Öffentliche Rechtlichem Sender geworden. Bitte erwartet jetzt nicht mehr, das ich noch weiß ob ARD oder ZDF, aber immerhin war es defintiv einer dieser, da im Gästezimmer meiner Großeltern damals nicht anderes in Fernsehen lief. Aber eigentlich ist es ja auch egal. Auf jeden Fall habe ich den Film damals nur geschaut, weil den  Kim Rossi Stuart mit gespielt hat. Wer das ist ? Also jeder Fan der Fantaghiro-Filme aus den 90ern kennt doch Romualdo, oder :-) 

Aber dieser Post wird geschrieben, weil ich von diesem Buch seit dem ersten Lesen nicht weg komme. Ich kann nicht mal genau sagen warum. Klar, er hat eine ordentliche Portion Romantik, Tragik, aber auch eine "Heldin", die ihren Weg erkennt und geht". Aber davon habe ich in den letzten Jahren nun wirklich einiges gelesen. Doch trotzdem kehre ich regelmäßig zu diesem Buch zurück. Die Autorin (von der ich noch nichts weiter gelesen habe) hat versucht das Thema Fremdenfeindlichkeit in diesem Buch an zuschneiden. Leider ist es wirklich nur ein Anschneiden, den es hätte ausführlicher oder prägnanter sein  können. So ist es zu einem Alibi für die tragische Wendung bei Traumpaar verkommen. 

Doch die Hauptprotagonistin hat mich irgendwie ein wenig an mich selbst als Teenager erinnert.  Auch ich habe versucht meine Unsicherheiten mit teils übertriebenen Perfektionismus und teils mit übertriebener Unnahbarkeit zu verstecken versucht. Ich konnte als Teenager nicht wirklich Kontakt zu Gleichaltrigen aufbauen. Mit Erwachsenen  kam ich immer besser zurecht. Ich war damals schon eine Leseratte. Und wer will schon mit jemanden befreundet sein, der als 15 jährige die Hälfte der Shakespearewerke gelesen hat. Francesca wäre so etwas wie eine Seelenverwandte von mir gewesen. Allerdings hatte ich das Glück, nicht unter dem Druck den ich mir selbst auf erlegte zusammen zu brechen. Ich habe ihn aber auch nicht so offensichtlich vor mir her getragen, wie die Protagonistin des Buches. 

Doch Francesca findet ihren Weg, auch wenn ihr Stolz und ihr Dickkopf sie fast vom Weg abbringen. Vielleicht mag ich das an diesem Buch. Es hat ein Happy End. Wie in jedem Liebesroman, kann die Heldin sich nicht ewig vor ihrer großen Liebe verstecken oder ihr entgehen. Leider läuft es in der Realität nicht ganz so glatt, aber durch Bücher kann ich immer wieder Francesca sein und finde immer wieder zurück zu meinem Glück. Auch wenn es nur für ein paar Stunden ist.

Versucht es selbst. Ob es dieser Roman ist oder ein anderer. Jeden hat wahrscheinlich in unserer bunten, umfangreichen literarischen Welt sein Gegenstück. Seine Heldin, seinen Held, der sein Happy End findet und die/der einem immer wieder die sonne in die graue Realität zaubert. 

Für mich beginnt der Zauber mit der ersten Zeile dieses Romans und er hört auch mit der letzten Zeile nicht auf. Es ist nicht der beste Roman, den ich je gelesen habe, aber doch einer der wichtigsten für meine seelische Balance. Daher wird mich der Roman sicher noch viele Jahre begleiten.




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