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Sonntag, Dezember 01, 2013

Kai Meyer - Dschinnland (Die Sturmkönige 1)

Taschenbuch
Hardcover

Reihe:               Die Sturmkönige 1
Verlag:             Bastei Lübbe
Format:           Hardcover mit Schutzumschlag, Taschenbuch, Audiobook
Umfang:          428 Seiten
Erschienen:     02.09.2008
Website des Autors: *klick*
Bildquelle: www.luebbe.de


Inhalt:

Am Tag seiner Geburt trug sein Vater ihn auf einem fliegenden Teppich hinauf in den Himmel über Samarkand – Tarik al-Jamal, der beste Schmuggler auf den Himmelsrouten des Orients. Keiner reitet einen Teppich wie er – bis er draußen im Dschinnland, den tödlichen Wüsten zwischen Samarkand und Bagdad, seine große Liebe Maryam verliert. Gebrochen und einsam verdingt sich Tarik bei illegalen Teppichrennen. Doch dann will sein jüngerer Bruder Junis die mysteriöse Sabatea durchs Dschinnland nach Bagdad bringen. Tarik fürchtet um das Leben der beiden - und stellt sich einmal mehr den Geistern seiner Vergangenheit. Eine mörderische Jagd durch die Wüste beginnt, eine Odyssee auf fliegenden Teppichen, mitten in den Krieg zwischen Dschinnen und Sturmkönigen ... (Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung:
Die Welt von Tarik, Junis und Sabatea ist exotisch, gigantisch, wunderschön und tragisch. Es gibt fliegende Teppiche, Magier und fliegende Pferde. Wunschgeister ( nicht mit den kriegerischen Dschinnen verwechseln), Oasen, Ruinen und die weiten Wüsten des Orients. 
Und doch ist diese Welt dunkel und traurig. Seit vor 50 Jahren die wilde Magie ausbrach und die Dschinne den Menschen den Krieg erklärten, gibt es fast nur noch Blut, Angst und Armut. 

Wenn ich Orient höhe habe ich bisher eher ein romantischen Bild vor Augen, geprägt von Märchen von 1001 Nacht, doch hier wird ein anderes Bild gezeigt. Es geht um Angst, Unwissenheit, Machtgier, Verzweiflung, Trauer. Kai Meyer zeichnet ein unglaublich komplexes Universum, in dem nicht so ist, wie es scheint und in dem man nur noch hoffen kann, auch wenn es sich keiner mehr wagt. Ein Universum mit ausgeprägten Charakteren, überraschenden Kreaturen und viel Magie.

Tarik ist einer der Hauptcharaktere. Er war der letzte Schmuggler, der sich mit seinem Teppich durch das Dschinnland gewagt hat. Als er auf einer Tour allerdings seine Liebe Maryam verlor, hat er die Schmuggelroute aufgegeben und er stürzte sich in die illegalen Teppichrennen, bei den er auch nicht zu schlagen war. Doch er ist ein gebrochener Mann, voller Selbstvorwürfe. Daher weißt er Sabathea und ihr anliegen auch ab. Doch als sie seinen kleinen Bruder Junis überredet, muss er sich auf den Weg durch die Wüsten machen und damit auf den Weg durch seine Vergangenheit, damit sein Bruder und Sabathea eine Zukunft haben.

Sabathea, ist eine geheimnisvolle Palastschönheit. Sie setzt alles ein was sie zu bieten hat, um nach Bagdad zu kommen und spielt dabei sogar die beiden Brüder gegeneinander aus. Doch so oberflächlich und manipulativ wie es Anfangs sein, ist sie gar nicht. Auch sie wird zu dieser Reise genötigt. Auch wenn sie weiß, das in Bagdad nur ihr Tod wartet. 

Junis ist Tariks jüngerer Bruder. Als Tarik Freundin in der Wüste getötet wurde, starb damit auch seine große Liebe. Dies hat Junis seinem Bruder nie verziehen. Auch Tariks versuche ihn von seinem Vorhaben abzuhalten versteht er falsch. Die schwierige Beziehung der Beiden zieht sich durch die ganze Trilogie.

Die Welt von Tarik, Sabathea und Junis ist geheimnisvoll und man lernt schnell, sich von seinen romantischen Vorstellung von 1001 Nacht zu verabschieden. In Kai Meyers Version verstecken sich überall Geheimnisse, tödliche Gefahren und Geheimnisse. Der Spannungslevel ist genau richtig. Denn die kurzen Pausen braucht man, um die ganzen neuen Wesen und Geschehnisse zu verarbeiten und dennoch hatte ich die ganze Zeit Angst , doch noch etwas zu verpassen oder zu überlesen.  Daher kann ich es verzeihen, das es schon wieder "nur" der Auftakt zu einer Trilogie ist. Denn dieses Universum ist einfach zu riesig um die Geschichte in einem Buch erzählen zu können. 

Ich habe gleich die Folgebände nach gelesen, da ich mich einfach noch nicht von Geschichte trennen konnte. 


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