Google+ Schnuffelchens Bücher und Co: Mein Tolino

Sonntag, April 14, 2013

Mein Tolino

      Ich lese jetzt seit Jahren auch eBooks. Angefangen habe ich mit dem Einsteigergerät von Weltbild, dem Trekstore 3.0. Den habe ich mir damals gekauft, weil ich zum 1. eBooks allgemein ausprobieren wollte und zum 2. etwas für die dunkle Jahreszeit und meine Touren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln benötigte. Ich habe für mich damals schnell geklärt, das eBooks zwar die gedruckten Bücher nie ersetzen können, doch daneben sehr gut für mich funktionieren. 
     Im letzten Sommer ist zu meinem Geburtstag noch der Kindle Touch dazu gekommen. Für einen von beiden konnte ich mich nie entscheiden, denn der Kindle ist praktisch für die bei AMAZON gekauften und geliehen Bücher. Die Auswahl, vor allem bei den Indi-Autoren ist der Hammer und durch ständig neue Aktionen, wie gratis eBooks zu Weihnachten und vergünstigte eBooks zu Ostern, haben sie sich meine treue Anhängerschaft gesichert (trotz Skandalen u.s.w.). 
     Doch für Online-Bibliotheken ist dieser leider völlig nutzlos, da er epubs überhaupt nicht unterstützt. Daher blieb der Trekstore 3.0 dennoch mein ständiger Begleiter, bis er in diesem Winter seinen persönlichen Supergau erleben musste. Nachdem er mir erst im Bus runtergefallen war, habe ich ihn ein paar Tage später auch noch an der Bushaltestelle fallen lassen. Daraufhin war er dann so sauer auf mich, das er beschlossen hat auseinander zu fallen, damit ich ihm endlich seine Rente gönne. Also brauchte ich Ersatz. 
    


    Dies bedeutete mich durch ein immer größeres Angebot zu informieren. Inzwischen ist es schon eine richtige Qual der Wahl. Ich hatte mich auch schon fast für einen Sony-Reader (in Rot) entschieden, als der Tolino Shine auf dem Markt erschien. Beim Anblick der Plus und Minus-Seiten, stand die Wahl dann sehr schnell fest. 

   Und das ist jetzt mein Fazit nach gut 3 Wochen intensiver Nutzung.

Ich bin verliebt. Im Gegensatz zum Trekstor 3.0 ist der Tolino ein Leichtgewicht, was die langen Lesenächte wesentlich erleichtert. Auch ist das E-Ink-Display ein riesen Fortschritt für die Augen, doch das kannte ich ja bereits durch den Kindle Touch. So richtig komplett ist der Reader aber erst durch die Beleuchtung, die sich zuschalten lässt. Wenn man sie nicht benötigt so lässt man sie einfach weg.  Beim ersten Anblick, hielt ich den Tolino für den kleinen Bruder meines Kindle.  Von Größe des Gerätes wie auch des Displays nehmen die beiden sich so gut wie nicht. Gewichts-technisch dürfte der Tolino sogar etwas leichter sein, allerdings werde ich hier nicht zu technisch werden, zum einen weil meine Technik-Kenntnisse eher begrenzt sind zum anderen gibt es dafür Seiten, die sich darüber schon genügend ausgelassen haben. 

Jetzt mal zu den Dingen, die ich nicht so gut finde. Die Software hat definitiv noch Luft nach oben. Die Schrift klar zu lesen, auch das Verändern der Schriftgröße und der Schriftart ist völlig ausreichend, auch wenn ich bei anderen schon gegenteilige Meinungen gelesen habe (Testbericht von xtme.de). Allerdings muss ich mich bei einem einem Kritikpunkt definitiv anschließen. Solange man nur eine handvoll e-Books auf den Reader hat, reicht die Sortierung die im Moment geboten wird (Autor, Titel, Aktualität und Zuletzt hinzugefügt). Doch sobald man versucht die 4 GB auszunutzen oder vielleicht sogar noch Möglichkeit der Nutzung einer Micro SD-Card unterstützt, dann wird es sehr unübersichtlich. Ich hoffe das bei einem zukünftigen Update auch das Anlegen von Sammlungen möglich sein wird. 

Das einfache Laden von eBooks via WLAN und Cloud hängt noch etwas. Ich habe beim Einkauf über den inkludierten Shop keine Schwierigkeiten. Doch die Funktion des Hochladens von "Fremdbüchern" in die Cloud, um sie von dort auf den Reader abzurufen, funktioniert nur selten. Meistens nutze ich, wie auch schon mein Trekstor die Micro SC-Card. Das funktioniert dann problemlos und ist auch nicht aufwendiger als die Cloud-Variante. Noch nicht versucht habe ich, über einen anderen Anbieter der den Tolino vertreibt, Bücher zu kaufen. So das ich noch testen muss, ob diese Übertragung dann auch so einfach funktioniert. Der integrierte Webbrowser funktioniert auf jeden Fall sehr angenehm. Er wäre zwar keine Daueralternative, aber mal eben meine eMails checken oder kurze Infos zu ziehen, geht super.  Da kann der Beta-Browser auf dem Kindle nicht mithalten.

Mein Resümee zum Abschluß: Der Tolino hat sich in Rekordzeit als mein Liebling etabliert. Der Kindle Touch rangiert bei mir nur noch auf dem 2. Rang. 






Keine Kommentare: