Google+ Schnuffelchens Bücher und Co: Laura Lay - Das Geheimnis der Flamingofrau

Freitag, März 30, 2012

Laura Lay - Das Geheimnis der Flamingofrau

Laura Lay - Das Geheimnis der Flamingofrau

Kindle-eBook, erotische Erzählung, ca. 50 Seiten, erschienen 2012


Inhalt: 
Eine Geschichte in einer Geschichte. Ein finanziell abgebrannter Schriftsteller ersinnt für eine geheimnisvolle Mäzenin eine Geschichte über eine Gutsbesitzerin, ihre scheue Sklavin und einen Teilzeitlehrer/Journalist.


Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mit großen Fragezeichen. Eine geheimnisvolle Frau – Tania von Rosenfels –, die neu in einen scheinbar sehr beschaulichen Ort zieht, wird zum Ziel zahlreicher Gerüchte. Erst im Anschluss lernen wir den Schriftsteller in seiner recht ausweglosen Situation kennen. Da hinein platzt das Angebot an ihn, eine erotische Geschichte für eine Mäzenin zu schreiben, gezahlt wird seitenweise und die Dame bestimmt selbst die Richtung. Und so lernen wir den Autor, Tania und ihr "Geheimnis" kennen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildlich. Ab der ersten Seite konnte ich problemlos mein Kopfkino anstellen und mich treiben lassen. Trotz der anschaulichen Erzählweise, bleibt die Geschichte herrlich in der Schwebe. Immer nur in klitzekleinen Schritten geht es auf das Finale zu. Dabei werden gleich 2 Storys aufgebaut. Zum einen die Geschichte um Tania und dann die Geschichte des Schriftstellers.
Schon während der Preisverleihung bekommt man eine Vorschau, worauf es bei Tania und den Lehrer hinausläuft, ohne dass jedoch das Wie verraten wird.

Für die weitere Ausführung möchte ich etwas vorab anmerken: Wer mich kennt, vor allem durch meine Community-Aktivitäten, wird wissen, dass BDSM nicht unbedingt zu meinen Lieblingen gehört. Das Versklaven durch Anschreien, Befehle, Erniedrigung und vielleicht durch Schmerz ist für mich nicht wirklich erotisch. Allerdings weiß ich, dass dies Geschmacksache ist und somit auch seine Berechtigung hat.
Diese Erzählung hat allerdings Elemente genau diese Richtung, doch wird hier subtil und leise vorgegangen. Es wird nicht, wie in vielen anderen Geschichten, peitschenschwingend in dunklen Kellern quer durch die Orgie "getanzt". Das empfand ich als sehr angenehm.  Im Mittelpunkt der Erotik stehen steht eine Frau, die weiß, was sie will, und sich dabei nicht in die Karten schauen lässt. Ein Mädchen, das weiß, wem es vertrauen kann, und ein junger Mann, der so wunderbar naiv in eine Situation hineingerät, bei der man nur noch agieren, aber nicht mehr denken kann.

Insgesamt hat mich die Geschichte wirklich überzeugt und ich hoffe, dass ich von der Autorin noch mehr zu lesen bekomme, denn Erotik mit Niveau ist schwer zu finden und ich weiß, wovon ich spreche.

Also Laura, falls du dies liest: Ich möchte mehr davon "g"  und danke für die Gelegenheit, deine Geschichte zu lesen. Ich schätze, du hast einen neuen Fan.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen