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Samstag, Januar 28, 2012

Adam Blake - Die Judas-Verschwörung

Taschenbuch, Ullstein-Verlag, erschienen 13.01.2012, 624 Seiten

Inhalt:
Quelle: ullsteinbuchverlage.de
In Arizona stürzt ein Flugzeug ab, dessen Insassen nicht überlebt haben können. Dennoch erhalten die Angehörigen Nachrichten von den Toten. In London führt eine Spur in einem rätselhaften Todesfall zu einem Text, der aus dem Johannes-Evangelium stammt. Er verweist auf eine mysteriöse Sekte, die ihre Existenz seit Jahrtausenden verheimlicht. Die clevere englische Ermittlerin Heather Kennedy und der verzweifelte Witwer Leo Tillman führen die Spuren zusammen und kommen einem lebensgefährlichen Komplott auf die Spur.
(Quelle:  ullsteinbuchverlage.de)



Meine Meinung:

Dieses Buch besteht aus 4 Teilen:
- Prolog
- Teil 1 Rotgut
- Teil 2 Taubenschlag
- Teil 3 124
- Teil 4 Ginat'Dania

Während der Prolog nur den Flugzeugabsturz betriff, der ziemlich ergreifend aus Sicht des Sheriffs beschrieben wird, kommen in Teil 1 Heather Kennedy und Leo Tillmann zum tragen. Zuerst jeder für sich und später durch das Schicksal ein Zusammentreffen. 
     Heather Kennedy hat es nicht leicht. Durch einen beruflichen Vorfall ist sie der Buhmann der Abteilung, bekommt einen Frischling als Partner und wird an einen totalen verkorksten Fall angesetzt. Doch welche Kreise dieser noch zieht, ist für sichnicht einmal zu ahnen.
     Leo wiederum ist ein Mensch, dem alles in seinem Leben leicht fiel. Bis vor 13 Jahren, als von einem Tag auf dem anderen seine Frau und die  Kinder spurlos verschwunden sind. Ab diesem Tag änderte sich alles. Er verkaufte seinen Firma und sucht seine Familie. Als er Kennedy begegnet, war er bereits Soldat, Söldner und Mörder. 
    Und es gibt Michael Brand oder auch nicht ...

    Kennedy fand ich von anfang an Klasse. Sie hat Mut und Rückrad, auch wenn sie sich damit keine Freunde macht. Mit Leo Tillmann möchte ich mich so schnell  anfreunden. Sicher seine Motive sind ehrenhaft und nachvollziehbar, doch die Wege die es wählt sind nicht so ehrenhaft und gut. Auch das ist einer der Gründe warum Kennedy nichts mit ihm zu tun haben will. Doch dann sterben Menschen ...
   Dieser Teil ist durchweg interessant und gut zu lesen, das Tempo hält sich in Grenzen, verspricht aber schon mehr. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und sind sehr facettenreich, die Storyline gut strukturiert.
   Teil 2 ist der Beginn einer einzigen Verfolgungsjagd und so langsam kommen die Partnerwiderwillen auch dem Grund für alles auf die Spur. Ein 3000 Jahre alter Grund ! 
Das Tempo zieht hier mächtig an und so langsam ergeben die Spuren Sinn und man kann den ein oder anderen Zusammenhang herstellen. Allerdings nur Häppchenweise immer hin soll es ja spannend bleiben :-) Zwar hat der Autor im 1. Teil etwas Humor mit der Figur "Izzy" bewiesen, doch spätestens jetzt hat keiner mehr was zu lachen.
   In Teil 3 wird endlich der Zusammenhang mit dem Prolog klar und Kennedy kommt Michael Brand auch die Spur - oder wieder nicht ? Das Tempo wird hier Anfangs etwas gedrosselt und am Ende dieses Teils finde ich übertreib der Autor auch einwenig, aber das tun den Lesem keinen Abbruch. In Teil 2 und 3 erfährt man ein Menge über die Bibelgeschichte, über Kodexes und Codes, doch alles nur soweit für die Geschichte nötig und immer in kleines Dosen, damit auch dies nicht trocken und langweilig wird, sondern der Spannungsbogen damit sogar noch unterstützt wird.
    In Teil 4 wird dann der Showdown geboten, und das fast bis zur letzten Seite. Einen Riesendank an den Autor, das er ein seitenlanges Solo des Bösewicht über die Motive weggelassen hat, stattdesen hat man das Gefühl selbst alles mit aufzudecken. Wer auf ein übliches Happy-End wartet wird enttäuscht, Tllmann und Kennedy werden nicht zwangsverkuppelt - dazu wieder ein Riesendank an den Autor. Allerdings wird das schon in Teil 1 klar. Ich hoffe das läuft noch nicht unter Spoiler.

Fazit: Ein spannender Endzeit-Sekten-Thriller, der mit viel Tempo und Dramatik rüberkommt ohne zu Übertreiben. Ich hätte gern mehr davon. 

Wenn ich hier Sterne vergeben würde, bekäme er alle, die ich auftreiben kann "g"

Zum Schluss hier noch ein Dank an Vorablesen.de, das ich dieses Buch lesen durfte.



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